Transformation muss transformierbar sein

Aktualisiert: Sept 1

In einem Gespräch mit meinen Kollegen von #Lupusandcompany habe ich über ein von mir durchgeführtes Transformationsprojekt berichtet: „Agile Organisationsentwicklung im Einkauf, Vertrieb, Supply Chain und Marketing“. Dabei ist die Idee zu diesem kurzen Artikel entstanden. Gerne teile ich ein paar relevante Learnings aus diesem und anderen Transformationen.



Es ging bei dem Projekt um die prozessualen und kulturellen Herausforderungen vertriebsorientierter Unternehmen durch ein geändertes Kundenverhalten und stark erhöhte Reichweite durch digitale Vertriebskanäle. Das Unternehmen agierte viel zu langsam, starr und verlor dadurch Kundenrelevanz.


Durch eine Auflösung und Reorganisation herkömmlicher Abteilungsstrukturen, hin zu einer kundenzentristischen und prozessorientierten Ablauforganisation konnte viel schneller und flexibler („agiler“) auf Kundenverhalten reagiert werden.


Learnings aus diesem und anderen Projekten:

Der Transformationsprozeß muss einer ständigen Reflexion unterliegen. Jedes Unternehmen hat seine eigene betriebswirtschaftliche, kulturelle und kompetitive Realität. Diese unterliegt auch fortlaufender Veränderung - welcome to a VUCA world (Volatility, Uncertainty, Complexity, Ambiguity).

Es gibt daher keinen „one size fits all“ Weg für eine digitale Transformation. Es ist absolut wesentlich, für jedes Unternehmen den passenden Transformationspfad zu finden - Blueprints gibt es nicht!


Dabei möchte ich mit einem Missverständnis aufräumen: "We need to be the next 'uber', 'airbnb', 'Tesla'"... heisst nicht, dass man den Weg dieser Unternehmen einfach kopieren soll. Bewundernswert und erstrebenswert ist was diese erreicht haben: die Schaffung von Alleinstellungsmerkmalen (USPs). In diesen Fällen durch Disruption von bisherigen Geschäftsmodellen.


Bitte nicht falsch verstehen: Adaption oder sogar Adoption von einzelnen "good practice", und noch wichtiger das Vermeiden von "bad practice" ist natürlich smart. Ich bin ein Fan von Benchmarking und gegenseitigem Lernen.


Der Transformationspfad ist aber für jedes Unternehmen individuell zu gestalten. Nur das Ziel ist immer klar: Kundenrelevanz (gerne durch USPs) und dadurch wirtschaftlichen Erfolg. Ohne diesen, ist auch die soziale Verantwortung eines jeden und jeden Unternehmens nur schwer zu leisten. Das wird gerne vergessen. 


Den Begriff des individuellen TransformationsPFADES habe ich bewusst gewählt. Eine Transformation ist zu unterscheiden von der klassischen Projektdenkweise. Start...Weg...Ende. Eine Transformation kann durch ein Projekt angestoßen werden, die agile und kundenzentristische Denk- und Handlungsweise muss aber dauerhaft im Unternehmen verankert werden. VUCA bleibt.

Schon 1988 sang Heinz-Rudolf Kunze:
"...ich geh' meine eigenen Wege, eine Ende ist nicht abzusehen. Eigene Wege sind schwer zu beschreiben. Sie entstehen ja erst beim Gehen... "

Pauschale Ansätze, die mangels echter Erfahrung am Markt angeboten werden "wir müssen das so machen wie..." können hochgradig zerstörerisch wirken. Sie transformieren auch, verfehlen aber das Ziel.


Die Transformation muss also selber transformierbar bleiben - VUCA gilt auch für den Transformationsprozess.


Gehen Sie als Unternehmer ihren eigenen Weg. Wenn sie Unterstützung bei ihrer digitalen Transformation suchen, vertrauen sie auf praxiserfahrene Menschen, die betriebswirtschaftliche und kulturelle Empathie mitbringen. Menschen die ihnen helfen, ihren individuellen Weg zu finden und nicht nur versuchen andere zu kopieren.

"Be yourself; everyone else is already taken"

Ich freue mich auf weitere spannende Gespräche innerhalb von #Lupusandcompany und mit unseren Kunden.


We will meet again!


Tobias Kindler - Digital Transformation Practitioner & Experienced Consultant



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