So geht Arbeiten in Teams jetzt

Joana Teschendorff ist bei mobilcom-debitel für Veränderungsmanagement, Projekte und Agilität verantwortlich. Unser Partner Tobias Kindler hatte die Gelegenheit, mit ihr über das Zusammenarbeiten während und nach der Corona-Zeit zu sprechen.


Tobias: Ihr arbeitet bei mobilcom-debitel seit Jahren an verschiedenen Standorten – auch virtuell - erfolgreich zusammen. War die Homeoffice-Regelung da für Euch noch ein großer Unterschied?

Joana: Nein, die Regelung war für uns kein riesiger Unterschied. Alle Tools und Prozesse, die wir für unsere virtuelle Zusammenarbeit benötigen waren bei uns bereits etabliert. Es gab auch bereits einige Mitarbeiter*innen, die schon vor Corona-Zeiten mobil gearbeitet haben. Das war sicherlich eine großer Vorteil.

Tobias: Was war die größte ggf. unerwartete Herausforderung, was ging einfacher, als erwartet?

Joana: Die größte Herausforderung ist die persönliche Begleitung der Mitarbeiter*innen durch die Führungskräfte. Der persönliche Kontakt fehlt besonders bei beruflichen oder privaten Krisen. Immerhin ist eine gute Führungskraft besonders in diesen Situationen gefordert den Mitarbeiter*innen bei Seite zu stehen, und nach Kräften zu unterstützen.

Das ist remote ungleich schwerer, als bei einem persönlichen Austausch.

Etwas überraschend, auch wenn nicht unerwartet ist die große Motivation der Mitarbeiter*innen. Teilweise mussten wir die Leute bremsen und daran erinnern, dass Pausen wichtig sind.

Tobias: Gibt es Auswirkungen auf die Produktivität?

Joana: Ja schon, aber im positiven Sinne. Meetings laufen virtuell eher disziplinierter ab. Das Tempo ist höher, die Konzentration eher gestiegen. Das mag gut für das Zeitmanagement sein, der soziale Kontakt bleibt dabei natürlich leider etwas auf der Strecke.

Tobias: Welche nachhaltige Änderung(en) am Zusammenarbeitsmodell der Mitarbeiter plant ihr?

Joana: Nicht so viele. Dadurch, dass wir bereits mobile Arbeitsregelungen hatten und an unterschiedlichen Standorten verteilt sind, ist die Veränderung ja nicht so groß. Allerdings machen wir uns Gedanken darüber, welche Möglichkeiten wir den Führungskräften an die Hand geben können, um die deutlich reduzierten persönlichen Kontakte mit den Mitarbeiter*innen zumindest ein wenig zu kompensieren. Die sind für den Zusammenhalt und das Funktionieren der Teams schon extrem wichtig. Uns ist Teamzusammenhalt und gegenseitige Unterstützung sehr wichtig, durch mobiles Arbeiten müssen wir hier neue Wege gehen.

Tobias: Welche Konsequenzen (positive und negative) ergeben sich für die Mitarbeiter dadurch?

Joana: Wir arbeiten daran, die Kultur der Zusammenarbeit zu verändern. Wir tauschen uns dazu auch mit anderen Firmen aus, und versuchen uns so gegenseitig zu helfen und zu lernen.

Natürlich haben wir auch Lüftungskonzepte, betriebsärztliche Angebote etc. Aber das ist ja heute selbstverständlich. Uns geht es eher darum eine individuelle, produktive Arbeitsumgebung zu ermöglichen um flexibel auf die Gegebenheiten reagieren zu können und weiterhin Erfolgreich unsere Ergebnisse abzuliefern.  Dafür glauben wir, sind individuelle, hybride Modelle die beste Lösung

#Change #HomeOffice #Interview

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